Vereinswappen des TSV Empor Göhren

50 JahreTSV Empor Göhren e.V.

Die Festrede des Vereinsvorsitzenden Wolfgang Pisch

-Auszüge-

gehalten am 17.November 2001 beim Sportlerball in der Nordperdhalle anläßlich der Feierlichkeiten zum 50 jährigen Bestehen des TSV Empor Göhren e.V.

Der TSV Empor Göhren e.V. wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Zu unserer Geburtstagsfeier, die wir heute begehen, darf ich Sie und Euch alle in meinem Namen und im Namen des Vorstandes sehr herzlich begrüßen.
Es ist für mich eine große Freude, zu sehen, dass Sie so zahlreich unserer Einladung gefolgt sind und gemeinsam mit uns diesen Festtag begehen wollen.

Bereits seit 18:30 Uhr haben wir zahlreiche Gratulanten begrüßen können und Glückwünsche entgegengenommen. Dies ist Zeugnis dafür, daß die jahrzentelange Arbeit unseres Vereins geachte wird und eine hohe Wertschätzung genießt. Dafür darf ich mich im Namen aller Sportlerinnen und Sportler sehr, sehr herzlich bedanken.

Bevor ich einige Gadanken und Anmerkungen zu unserem Vereinsleben machen werde, möchte ich Sie bitten, mit mir im Namen des Vorstandes zweier Sportfreunde zu gedenken, die seit unserem letzten Jubiläum vor 5 Jahren verstorben sind und nicht mehr unter uns weilen. Es sind dies die Sportfreunde Carl Thoms und Philipp Koos.
Ich bitte Sie, sich zu einem kurzen Gedenken von Ihren Plätzen zu erheben.

Vielleicht gestatten Sie mir ein paar kurze Anmerkungen. Trotz schwerrer Kriegsverletzungen, mit denen Carl Thoms aus der Gefangenschaft zurückgekommen ist, war der Sport für ihn ein wichtiger Lebensinhalt. Als begeisterten Leichathleten werden sie ihn sicher weniger kennen, mehr wohl als Tennispieler. Diesem Sport ist er bis ins hohe Alter nachgegangen und hat uns in den vielen Jahren , die wir mit ihm spielen dkonnten, manchen guten Rat geben.

Leider viel zu früh ist durch einen tragischen Unglücksfall Philipp Koos von uns gegangen. Der Schock sitzt heute noch tief. Wir hatten kurz zuvor Philipp in unseren Vorstand gewählt, um so langsam auch dort „jüngeres“ Blut hineinzubekommen. Ich komme später darauf zurück.
Wie stolz Philipp darüber war, soll eine kleine Geschichte am Rande belegen. Ich bin von Carmen Ott ermächtigt, sie erzählen zu dürfen. Sie hatte sich während der Wahlversammlung sehr für Philipp eingesetzt und auf ihren eigenen Sitz im Vorstand zu seinen Gunsten verzichtet. Einen Tag später ist Philipp mit einem Blumenstrauß zu Carmen Ott gegangen und hat sich dafür bedankt.

Wir Mitglieder des Vereins werden beiden Sportfreunden ein ehrendes Gedenken bewahren.

Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Fünf Jahrszehnte Sportverein haben mit Sicherheit das Leben der gemeinde und vieler seiner Einwohner geprägt.
Es würde den Rahmen diese Abends sprengen, wollte ich alle Ereignisse, Erfolge und Entwicklungen aufzeigen. Dies und die fleißige Arbeit in allen Abteilungen war auch der Grund, dass wir uns entschieden haben, in einer Sportwoche den Abteilungen die Gelegenheit zu geben, sich vorzustellen und Ausschnitte aus ihrer Sportarbeit zu zeigen.
Ich möchte einschätzen, dass die Sportwoche ein voller Erfolg war, auch wenn wir uns an manchen Tagen eine etwas größere Zuschauerresonanz gewünscht hätten.
An dieser Stelle möchte ich mich auch bei der (anwesenden) Presse bedanken, die uns in dieser Sportwoche und in Vorbereitung auf dieses Jubiläum sehr unterstützt hat. Die regelmäßige und umfangreiche, sehr sachliche Berichterstattung hat mir und vielen meiner Vereinsfreunde sehr gefallen und bestimmt positiv zum Image der Gemeinde Ostseebad Göhren beigetragen. Danke!

Ein Weiteres hat uns sehr gefallen.
Es war beeindruckend, wie sich die Sportfreunde in den einzelnen Abteilungen Gedanken zur Gestaltung unseres Geburtstages gemacht haben.
Die Volleyballer haben zum Auftakt unserer Sportwoche ein neues Herbstturnier aus der Taufe gehoben, das zu einer Tradition auf der Insel werden soll.
Die Fußballer haben eine kleine Chronik erarbeitet, die ich allen empfehlen kann.
Die Akrobaten gestalteten einen vereinsinternen Pokalwettkampf, der alle begeistert hat.
Auch die Radtour des Vorstandes nach Klein-Zicker war eine tolle Sache. Sturm und Regen konnten die Härtesten unseres Vereins nicht davon abhalten, an dieser Fahrt teilzunehmen.
Ich möchte auf eine andere lange Tradition an dieser Stelle hinweisen. Zu allen Jubiläen wurden in den Abteilungendes Vereins Schautafeln gestaltet, die wir stets aufgehoben haben. Sie sind auch heute in Form einer langen Galerie hier in der Halle aufgestellt. Es wird micht Sicherheit beim Betrachten der Tafeln auch heute den lustigen „Aha-Effekt“ und die alte Frage „Weißt Du noch?“ geben.

Liebe Sportfreunde!
Manch einer wird beim Betreten der Halle die kleine Ausstellung über den Männer Turnverein von Göhren, den es seit 1911 gab, im Foyer desehen haben. Wer nicht, der sollte es unbedingt nachholen. Ich bedanke mich sehr herzlich beim Museum unserer Gemeinde, das diese Tafeln zusammengestellt hat.
Ich weise aus diesem Grund darauf hin, weil es belegt, daß sportliche Tradition bereits viel länger, als unser Verein, in Göhren existiert. Schon viel früher gab es Training, Wettkampf und Schauvorführungen. Der eigentlich Ursprung unseres Vereins war dies aber nicht. Wie bekannt, hat die geschichtliche Entwicklung mit den beiden Weltkriegen vieles unterbrochen oder eingehen lassen.

Es war das Jahr 1951, in dem sich einige Sportler zusammenfanden, um das zu gründen, was wir heute einen Verein nennen. Die Bezeichnungen von Vereinen haben sich ja im Laufe der Geschichte geändert.
So trugen wir den Namen BSG für Betriebssportgemeinschaft und später SG für Sportgemeinschaft. Das ergab sich aus dem jeweiligen Träger, der hinter der Gemeinschaft stand. Der Begriff „Empor“ schließlich, den wir ja heute noch in unserem Namen tragen, ergab sich daraus, daß der damalige Träger, eine Außenstelle des Fischkombinates Sassnitz, nämlich eine Fischgenosschenschaft, war. Diese widerum war nach der damaligen wirtschaftspolitischen Struktur dem Hande zugeordnet. Und der Handel hatte generell beim ihm gehörenden Sportgemeinschaften den Begriff „Empor“ vorgeschaltet. So wurden wir zum Beginn unseres Vereinslebens also „Empor Göhren“.

Ergänzung folgt !

 

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